Shopify goes Germany – Hagen Meischner ist erster Repräsentant von Shopify in Deutschland

Shopify jetzt mit Vertretung in Deutschland

Hagen Meischner von Shopify DeutschlandHagen Meischner ist in der deutschen E-Commerce Szene durch seine langjährige Omnipräsenz auf Messen und Veranstaltungen nicht mehr wegzudenken. Nun wechselte er kürzlich vom französischen Opensource Shopsystem Prestashop zum kanadischen SaaS Anbieter Shopify. Ich freue mich heute Hagen Meischner im Interview zu begrüßen und mit ihm ein paar Worte über seinen Wechsel zu Shopify und über Shopify selbst zu wechseln.

Hallo Hagen – Herzlich Willkommen. Auf ein Wort – wie kam der Wechsel zu Shopify?

Wie es so oft im Leben hat auch hier der Zufall eine wichtige Rolle gespielt. Shopify ist eines der erfolgreichsten eCommerce Unternehmen weltweit und nun war die Zeit gekommen, den deutschen Markt zu erobern. Bei einer solchen Aufgabe kann man nur schwer ablehnen.

Auch wenn viele Leser das Produkt bereits kennen – erzähl uns doch einfach einmal in Deinen eigenen Worten “Shopify – was ist das?”

Wenn man von vorn beginnt, dann sind da zwei deutsche Gründer aus Koblenz die vor über einem Jahrzehnt eine eCommerce Software für ihren Snowboard Shop in Kanada gesucht haben und nicht die passende Lösung gefunden haben. Also haben Sie kurzerhand selbst das System entwickelt und am Ende war das Shopsystem das eigentliche Produkt. Heute arbeiten weltweit über 3000 Mitarbeiter für Shopify, das Unternehmen hat letztes Jahr einen Umsatz von $673.3 Million gemacht und die Händler einen Umsatz von $26.3 Milliarden erwirtschaftet. Damit ist Shopify wahrscheinlich das erfolgreichste Shopsystem weltweit – genutzt von über 600.000 Shops. Insbesondere für den deutschen Markt die SaaS / Cloud Technologie für Shopsysteme relative neue, aber ohne Zweifel das zukunftsweisende Fundament für den eCommerce von Morgen.

Wie funktioniert Shopify? Was unterscheidet Euch maßgeblich zu Euren Wettbewerbern?

Was Shopify maßgeblich auszeichnet ist genau diese Cloud-Technologie, wodurch sich Händler nicht mehr um Hosting und den technischen Betrieb des Shops kümmern müssen. Jeder nutzt heutzutage Google Drive oder Gmail statt einem eigenen File- und Mailserver – aber bei vielen Shopsystemen scheint in dieser Hinsicht die Zeit stehengebliebe zu sein. Genau hier positioniert sich Shopify. Für eine monatliche Gebühr bekommt der Händler einen vollumfänglichen Onlineshop, der einfach zu bedienen ist und sich darüber hinaus individuell an die jeweiligen Anforderungen anpassen lässt. Das heißt, auch ohne HTML und PHP Kenntnisse kann ein Händler einen leistungsfähigen Shop betreiben, der sich flexibel an Lastspitzen anpasst. Ein gutes Beispiel hierfür sind bekannte Kunden wie tee-fee.de oder lizza.de, beides Teilnehmer der TV Show “Die Höhle Löwen”. Hier werden durch tausende von Zugriff in sehr kurzer Zeit extreme Anforderungen an das Shopsystem gestellt – eine der Paradedisziplinen von Cloudlösung wie Shopify.

Darüber hinaus gibt es hunderte von fertigen Templates um den Shop individuell zu gestalten, über tausend Apps für individuelle Erweiterungen und die Anbindung von Drittsystemen.

Was kostet Shopify? Wie transparent ist Euer Preismodell?

Das Preismodell ist für den Händler transparent und gut zu kalkulieren. Es gibt eine monatliche Gebühr von $29 / $79 / $299 und eine Umsatzgebühr, die mit zunehmender Paketgröße auf bis zu 0,5% sinkt. Des Weiteren ist Shopify PLUS für große und Enterpriser Kunden. Namhafte Beispiele sind Nestle, RedBull, Tesla oder Budweiser. Damit fallen für den Händler keine kostspieligen Hostinggebühren, Wartungsverträge oder Supportgebühren an – Mal ganz abgesehen von den internen Kosten für einen Sysadmin oder durch Ausfallzeiten.

Wie konform seid ihr im Bezug auf Compliance für den deutschen Markt?

Aktuelle nutzen tausende deutscher Händler Shopify und wickeln darüber hunderte von Millionen Euro Umsatz ab. Das heißt, Shopify ist eine Lösung für deutsche Händler. Wir befinden uns in einem konstanten Prozesse unseren Händlern die rechtssichere Konfiguration des Shops weiter zu vereinfachen. So arbeiten wir intensive mit dem Händlerbund, Protected Shops und dem EHI zusammen, um dies auch durch eine Pre-Zertifizierung noch deutlicher zum Ausdruck zu bringen. Nicht zu vergessen die demnächst In Kraft tretende DSGVO. Auch hier erfüllen wir ab den 25. Mai die entsprechenden Anforderungen.

Welchen Nutzen haben deutschen Kunden durch die Vertretung in Deutschland und wie werdet Ihr Euer Team entwickeln?

Für Händler, Partner und Agenturen ist es ohne Zweifel von Vorteil Ansprechpartner vor Ort zu haben, vorallem wenn man diese bereits persönlich kennt. Damit können die spezifisch deutschen Anforderungen wesentlich schneller aufgenommen werden und es entwickelt sich ein intensiver Dialog. Auch für die Präsenz auf Messen, Konferenzen und Meetups ist der Standort in Berlin ein großer Vorteil. Daher soll das Team in Deutschland auch weiter wachsen – nicht nur im Bereich Partnermanagement und Marketing sondern auch die technische Expertise. Nicht zuletzt bieten wir bereits einen kostenfreien deutschen Support per eMail an und entsprechende Service werden zukünftig weiter ausgebaut.

Welche Innovationen dürfen wir kurz- und langfristig von Shopify erwarten?

Wir wollen den Händlern die Möglichkeit geben, überall dort Geschäft zu machen wo deren Kunden sind. Und vielen Kunden bewegen sich in Social Media Kanälen – daher haben wir von einigen Wochen eine Integration in Instagram veröffentlicht. Das gleich gilt für andere Plattformen wie beispielsweise Facebook. Mit unserem eigenen POS schlagen wir auch die Brücke zwischen Online- und Offline Handel, was für viele klassischen Retailer immer noch eine riesige Hürde ist. Hier schließt sich das Thema Shopify Payment an – das Händler einen einfachen und gleichzeitig umfassenden Zugang zu allen gängigen Zahlarten gibt. Shopify Payment ist bereits in viele Märkten verfügbar und wird auch nach Deutschland kommen.

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Über Lars Denzer 80 Artikel
Geboren 01.09.1971, Studium an der TU-Kaiserslautern, Abschluss Dipl.-Biol. mit Abschluß in der Fachrichtung "neuronale Netzwerke", leitet Lars Denzer die technologische und strategische Entwicklung der omeco GmbH seit Gründung des Unternehmens. Zu den Schwerpunkten von Lars Denzer gehört die Beratung, Konzeption und Umsetzung von eCommerce Software (Shopsystem + Warenwirtschaftssystem). Für den ERP-Shopsoftware.de Blog ist er redaktionell für die Inhalte verantwortlich und pflegt die Marktübersicht der Shopsysteme.

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